Die größten Fallen bei Teaserbildern

Ein Foto lenkt die Aufmerksamkeit des Users noch mehr auf den Teaser. Die Bildauswahl muss aber sorgfältig erfolgen. Worauf Sie achten sollten.

Ein Foto im Teaser ist ein Hingucker. Die Aufmerksamkeit der User wird damit auf den Anreißer gelenkt – aber nur, wenn das Bild stark ist. Eine gute Aufnahme

  • fällt sofort ins Auge
  • hat ein ein Motiv, das auf einen Blick klar wird
  • und unterstützt die Aussage von Headline und Teasertext.

Doch bei der Auswahl des Bildes kann der Redakteur in mehrere Fallen tappen. Viele Teaserbilder sind zu kleinteilig. Das heißt, dass der User nicht rätseln muss, was genau zu sehen ist – oder wer. Problematisch sind zum Beispiel Gruppen von Menschen, weil die Gesichter wahrscheinlich nicht mehr zu erkennen sind. So ist es in unserem Beispiel von der Webseite des Bayerischen Roten Kreuzes. Auf den beiden Teaserbildern links stehen zu viele Personen. Besser wäre gewesen, die Fotos zu beschneiden, zumal rechts und links sowie oben viel verschenkter Platz ist.

Näher rangehen muss die Devise heißen. Im Zweifel sollte man den Mut haben, im Teaserbild nur einen Teil der Menschen zu zeigen, damit ihre Gesichter sichtbar sind. Menschen sollten immer von vorn zu sehen sein. Verwirrend sind auch Aufnahmen mit Elementen, die vom eigentlichen Motiv ablenken. Das können zum Beispiel andere Menschen im Hintergrund sein.

Teaserbilder in Briefmarkengröße

Bedenken Sie immer, dass das Foto im Teaser nur klein dargestellt wird, je nach Layout Ihrer Webseite. Auf vielen Plattformen haben Bilder im Anreißer aber leider lediglich Briefmarkengröße. Das verschärft das Problem: Wenn das Motiv sowieso schon zu kleinteilig ist, dann hat es der User umso schwerer, wenn das Foto geschrumpft ist – erst recht auf einem Smartphone-Bildschirm. Das folgende Beispiel vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt verdeutlicht das:

Vorsicht vor automatischen Ausschnitten

Besser sind immer größere Teaserfotos – aber dann muss das Motiv auch wirklich gut sein. Mitunter ist der Ausschnitt des Bildes schlecht gewählt, oder aber er wird automatisch vom Content Management System generiert. Wenn der User aber rätseln muss, was das Ding auf dem Bild sein soll, dann ärgert er sich. Er wird nicht auf den Teaser aufmerksam, weil dieser so spannend klingt und die Aufnahme ansprechend aussieht. Womöglich interpretiert er die Motivauswahl als schlampige Arbeit, seine Motivation sinkt, den dazugehörigen Text zu lesen. Hätten Sie beim folgenden Teaserbild von der Webseite der Saarbrücker Zeitung erkannt, dass es sich um einen Helm handelt?

Bedenken Sie bei der Auswahl eines Teaserbildes immer: Dem User stehen auf einer Übersichtsseite oder auf Social-Media-Kanälen wie Facebook nicht viele Informationen zur Verfügung. Headline, Teasertext und Foto müssen sein Interesse wecken. Wenn Sie einen Online-Text schreiben, ist neben dem interessanten Thema, einer konkreten Headline und einem anschaulichem Teaser auch ein gutes Anreißer-Bild entscheidend.

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