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Die drei schlimmsten Fehler in der Headline

Die Headline ist das Aushängeschild für Ihren Text. Klingt sie nicht ansprechend, fällt sie dem User gar nicht erst auf – und er kommt nicht zum dazugehörigen Text. Die Überschrift sollte deshalb auf den ersten Blick verständlich und interessant klingen.

Das klappt umso besser, wenn Sie ein paar Fallen vermeiden. Welche das sind und auf welche Formulierungen Sie achten sollten, zeige ich Ihnen.

1. Die Headline ist zu sperrig

Die Headline ist zu sperrig

Wenn die Headline zu kompliziert ist, steigt der User aus (Credit: Pixabay)

Online-Leser sind selten aufmerksam dabei, denn eigentlich sind sie auf dem Sprung – zur nächsten Webseite, zur Whatsapp-Nachricht oder zum E-Mail-Postfach. Sie überfliegen Texte und damit auch Headlines. Wenn dann nicht auf den ersten Blick erfassbar ist, um welches Thema es geht, steigen Sie aus – und huschen zur nächsten Headline oder zur nächsten Webseite. Damit das nicht passiert, sollte die Headline möglichst klar, konkret und wenig kompliziert formuliert sein. Ein Beispiel macht das deutlich:

Ein Beispiel macht das deutlich:

EU-Agrarrat: Auf der Suche nach besserer Risikoabsicherung ist eine unnötig sperrige Headline. Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist sie wenig anschaulich. Was bedeutet die „bessere Risikoabsicherung“ denn genau? Zum anderen erschweren die Substantivierungen „Suche“ und „Risikoabsicherung“ das Lesen. Durch sie entsteht ein Nominalstil mit aneinandergereihten Hauptwörtern ohne Verb, das sie auflockern würde.

Auch der Doppelpunkt in der Headline trägt nicht zum besseren Verständnis bei. Ist der Agrarrat selbst auf der Suche, oder sind es einzelne Mitglieder?

Deutlich weniger kompliziert würde die Überschrift klingen, wenn die Substantive wieder zu Verben würden. EU-Agrarrat will Risiken besser absichern ist schon ansprechender. Noch besser wäre es, ein konkretes Beispiel zu nennen: Welche Risiken sind eigentlich gemeint? Also etwa: EU-Agrarrat will Ernterisiken besser absichern.

Tipp: Versuchen Sie in jedem Fall, Ihre Headlines so einfach und so wenig sperrig wie möglich zu formulieren. Achten Sie dabei besonders auf Substantivierungen.

2. Die Headline ist zu lang

Zu lange Headline

Vorsicht: Ist die Headline zu lang, lässt sie sich schlechter überfliegen (Credit: S. Hofschlaeger / pixelio.de)

Eine Headline soll kurz und knapp sagen, was passiert ist. Ist sie zu lang, lässt sie sich deutlich schlechter überfliegen – erst recht, wenn alle Headlines auf der Seite viele Worte benutzen. Eine lange Headline klingt außerdem eher wie eine Kurznews. Wahrscheinlich enthält sie schon so viele Infos, dass der Leser sich ausreichend informiert fühlt. Weiterlesen will er dann aber nicht unbedingt.

Deutsche Friedhöfe haben ein Problem: Viele Tote verwesen nicht vollständig:

Dieses Beispiel für eine lange Headline zeigt das Problem. Es ginge auch kürzer – die Info nach dem Doppelpunkt würde völlig ausreichen.

 Als Faustregel gilt: Sechs Worte sind für eine Headline genug. Idealerweise sind die einzelnen Worte ebenfalls nicht so lang, es kommen also besser keine „Donaudampfschifffahrtskapitäne“ darin vor.


Tipp: Schreiben Sie lieber kürzere Headlines, dann ist die Motivation der User größer, anschließend auch noch den dazugehörigen Teaser oder Text zu lesen.

3. Die Headline ist zu magazinig

Headline ist zu magazinig

Wenn die Headline zu magazinig ist, funktioniert sie im Print, aber nicht online (Credit: Pixabay)

Überschriften, die in einem Print-Magazin oder einer Zeitung funktionieren, wecken nur bedingt das Interesse des Online-Users. Das liegt daran, dass sie mitunter zu unkonkret klingen. Den Printleser stört das meist nicht, weil er noch jede Menge mehr Infos erfasst, die ihn zum Lesen des Textes animieren: Auf einen Blick sieht er, wie lang der Artikel ist, die dazugehörigen Bilder und Zwischenüberschriften oder sonstige Textelemente.

Die Online-Headline steht dagegen oft für sich allein, bestenfalls noch mit einem Bild oder einem Teasertext. Sie ist aber der in jedem Fall erste Textteil, den der User wahrnimmt. Ist sie dann unkonkret oder austauschbar formuliert, bleibt er nicht „kleben“, sein Blick wandert zur nächsten Headline. 

Beispiel gefällig?: Noch mehr Dampf im Kessel. Was könnte hier wohl gemeint sein? Bezieht sich das auf den Verkehr bzw. Smog, auf eine Fußballmannschaft, ein Problemviertel? Sie sehen: Es gibt einen gewaltigen Spielraum der Interpretationsmöglichkeiten. Und damit bleibt die Headline vage. Viele Online-User werden sie deshalb überfliegen und dann nicht weiter beachten. Tatsächlich war hier übrigens das Wetter gemeint.

Auch wenn die Überschrift bei einem Printtext besser funktionieren würde als online – toll ist sie trotzdem nicht. Denn das Bild ist abgenudelt. „Dampf im Kessel“ ist ähnlich langweilig wie „Das Licht am Ende des Tunnels“ oder „Die Seele baumeln lassen“. All diese Redewendungen hat ein User schon tausendmal gelesen und gehört, sie erregen keine Aufmerksamkeit mehr.

Tipp: Versuchen Sie, in der Headline konkret zu schreiben und das Schlagwort, um das es geht, unbedingt zu erwähnen. In unserem Beispiel wäre das das „Wetter“.

Drei Tipps, um Texte für SEO interessanter zu machen

Wenn Sie wollen, dass Ihr Text bei Google gefunden wird, müssen Sie ihn für die Suchmaschine optimieren. Dass Sie dazu Keywords einsetzen müssen, wissen Sie. Aber das allein reicht nicht: Es gibt noch mehr entscheidende Tricks, um Ihre Artikel für SEO fit zu machen.

Interessante Headline, anschaulicher Teaser, lesenswerter Inhalt, leicht verständliche Formulierungen, gute Bilder: Als Online-Texter müssen Sie auf eine Menge Details achten, damit Ihr Artikel für den User ansprechend wird. Aber das reicht immer noch nicht: Denn es gibt ja noch die Suchmaschinenoptimierung, auch SEO genannt, kurz für Search Engine Optimization.

Das heißt: Sie sollten Ihre Texte so gestalten, dass Sie für Google optimiert sind – und idealerweise möglichst weit vorn in den Suchergebnissen auftauchen. Warum das wichtig ist, verrät ein SEO-Witz: „Was ist der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken? – Auf Seite 2 bei Google.“  Das bedeutet: Wenn Ihr Text nicht auf der ersten Ergebnisseite von Google zu finden ist, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht gefunden.

Wie Sie einen Text optimieren

Aber wie optimieren Sie einen Text für Google? Sie wissen sicher, was Keywords sind: die Suchbegriffe, die jemand ins Google-Suchfeld eingibt und die an bestimmten Stellen im Text auftauchen sollten. Um diese geht es in diesem Artikel aber nicht.

Denn neben Keywords spielen bei SEO viele weitere Faktoren eine Rolle. Nicht alle können Sie als Texter so direkt beeinflussen wie die Keywords. Etwa: Ist Ihre Webseite mobil-optimiert? Wichtig ist zum Beispiel auch, wie lange die Verweildauer auf Ihrem Artikel ist, also wie lange die User ihn geöffnet haben. Oder wie viele Links zum Online-Text führen. 

Sie können zwar die User nicht zwingen, länger zu verweilen, ebenso wenig wie Sie andere Webseiten nötigen können, Ihren Text zu verlinken. Indirekt haben Sie auf diese Faktoren aber sehr wohl Einfluss.

Wie, das verrate ich Ihnen in den folgenden drei Tipps:

1. Qualität gewinnt: Schreiben Sie relevante Texte

Tastatur - relevante Texte für SEO

Ihr Text muss unbedingt gut lesbar sein, dann punktet er bei SEO (Credit: Pixabay)

Google verrät selbst, worauf es bei SEO vor allem ankommt: „Erstellen Sie Seiten in erster Linie für die Nutzer, nicht für Suchmaschinen“, heißt es in den Qualitätsrichtlinien für Webmaster. Sie sollten sich also beim Schreiben Ihrer Artikel immer an den Interessen Ihrer User orientieren. Was interessiert sie, was wollen sie lesen? 

Dazu gehört selbstverständlich auch alles, was Ihren Online-Text lesenswert macht: eine gute Headline, ein ansprechender Teaser und Vorspann, verständliche Sprache mit kurzen und nicht zu verschachtelten Sätzen.

Passende Begriffe aus dem Umfeld verwenden

Achten Sie beim Formulieren darauf, dass Ihr Text gut lesbar bleibt, und achten Sie nicht krampfhaft auf Google-Optimierung. Es ist gut, wenn im Artikel verwandte Begriffe vorkommen. Dann weiß Google, dass es sich um ein relevantes Thema handelt.

Aber das setzen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit schon während des Schreibens um, ohne an SEO zu denken. Ein Beispiel macht das deutlich: Wenn es in Ihrem Text um das Thema „Marmelade einkochen“ geht, ist es gut, wenn im Text auch Begriffe vorkommen, die dazu passen, also zum Beispiel Beeren, Erdbeeren, Zucker, Gläser oder Topf.

Ebenso ist es völlig in Ordnung, ab und zu Synonyme zu verwenden, denn mit Hilfe von semantischer Analyse erkennt Google, dass sie zum Umfeld gehören. Das wertet den Artikel aus SEO-Sicht wieder auf. Statt ständig „Angela Merkel“ zu schreiben, dürfen sie ruhig auch mal von der „Bundeskanzlerin“ sprechen.

Verzichten Sie auf nicht gebräuchliche Synonyme

Seien Sie nur vorsichtig mit krampfhaft gewählten oder nicht gebräuchlichen Synonymen, so wie den „Pedalrittern“ für „Fahrradfahrern“ oder „auf Schusters Rappen“ statt „wandern“. Vertrauen Sie auf Ihr Sprachgefühl: Ständige Abwechslung verwirrt die User, deshalb darf „Merkel“ mehrfach im Text vorkommen. Gib es allerdings gar keine Variation, ist das eintönig.

Wenn Ihr Artikel also inhaltlich und sprachlich relevant und gut lesbar ist, dann werden die User zudem länger verweilen – es lohnt sich ja für sie. Ebenso werden andere Seiten ihn mit größerer Wahrscheinlichkeit empfehlen – und Ihr Artikel wird ohne Aufforderung verlinkt.

2. User first: Finden Sie heraus, was Leser interessiert

Lupe - SEO - Finden Sie heraus, was User interessiert

Fragen Sie sich beim Schreiben, was Ihre User wissen wollen (Credit: Pixabay)

Stellen Sie sich vor, Sie schreiben einen Text zum Thema „Abnehmen“. Es geht darin um Diäten und gesundes Essen. Aber was könnten Ihre Leser noch zum Thema wissen wollen? Das weiß Google. Fragen Sie mal nach und tippen in das Suchfeld „abnehmen“. Währenddessen und noch bevor Sie mit „Enter“ bestätigen, erscheinen darunter automatisch Vorschläge: Nach was suchen User in diesem Zusammenhang noch?

Google schlägt zum Beispiel „Abnehmen leicht gemacht“, „Abnehmen mit Hypnose“ oder „Abnehmen ohne Sport“ vor. Das heißt, dass nach diesen Kombinationen besonders viele User suchen. Sie können sich davon inspirieren lassen: Warum nicht den Aspekt „Abnehmen mit Hypnose“ in ihren Text aufnehmen, wenn das Thema offensichtlich für viele Leser interessant ist?

Listenartige Artikel werden gern gelesen

Noch ein paar Ideen liefert Google Ihnen, wenn Sie das Wort ins Suchfeld eingeben und „Enter“ drücken. Scrollen Sie auf der ersten Ergebnisseite nach unten, dann sehen Sie „Ähnlich Suchanfragen“. In unserem Fall könnten das zum Beispiel folgende Begriffe sein: „Richtig abnehmen Plan“. Auch das könnten Sie zu einem Thema Ihres Textes machen.

Eine Möglichkeit ist, aus den Suchanfragen einen listenartigen Artikel zu kreieren: In einem Punkt gehen Sie auf „Abnehmen mit Hypnose“ ein, im nächsten auf „Abnehmen ohne Sport“.

So beantworten Sie gleichzeitig auch alle Fragen der User. Die Folge: Der Text wird interessanter.

Empathie ist alles: Stellen Sie sich vor, der User tippt den Suchbegriff in den Suchschlitz ein. Welche Fragen bewegen ihn in diesem Moment? Welche Antworten erhofft er sich? Benutzen Siet genau diese Fragen, um Ihren Content inhaltlich zu strukturieren.

3. Lohnt sich das? Verschaffen Sie Lesern mehr Überblick

Anker Auge Struktur für SEO

Die Leser suchen im Text nach Ankern (Credit: Pixabay)

Wir haben schon über relevante Texte gesprochen. Das bezieht sich aber nicht allein auf Inhalt und Sprache, sondern auch auf den Aufbau des Artikels. Typische Online-User überfliegen einen Text zunächst und versuchen, auf einen Blick zu erkennen, ob sich das Lesen lohnt. Sie suchen also nach Hinweisen darauf – und entsprechend nach Ankern für das Auge. Erkennen sie nicht umgehend, ob die Lektüre wichtige Fragen beantwortet, springen sie ab. Die Folge: Die Verweildauer sinkt.

Das passiert ganz schnell, wenn sich der Text erst gar nicht überfliegen lässt. Etwa, weil er nur aus Fließtext besteht und zu wenig Absätze und Zwischenüberschriften hat. Beide Elemente sind für einen Online-Text essentiell, denn sie strukturieren ihn und machen ihn überschaubar.

Absätze und Zwischenüberschriften schaffen Struktur

Setzen Sie also alle drei bis sechs Zeilen einen Absatz, vorausgesetzt, das passt inhaltlich, und fügen Sie alle zwei bis drei Absätze eine Zwischenüberschrift ein. Verlinken Sie innerhalb des Textes auf relevante andere Beiträge Ihrer Seite zum Thema, das belohnt Google mit Pluspunkten beim Ranking. Das sollten Sie konsequent bei jedem Artikel durchziehen.

Ideal ist es, wenn Sie auf Ihrer Seite wichtige, allumfassende Texte definieren, die Auskunft über die wichtigsten Fragen zum Thema geben. Andere Artikel, die sich am Rande mit diesem Thema befassen, verlinken dann darauf.

Mindestens ein gutes, großes Foto oder eine Grafik sind gute Hingucker und lockern den Text ebenfalls auf. Achten Sie darauf, dass das Keyword im Bildnamen und im Alt-Tag des Fotos steht. Auch Videos halten Besucher auf der Webseite und sind für viele leichter konsumierbar als reiner Text. Insgesamt wirkt ein strukturierter Text auf User deutlich weniger anstrengend.

Mit diesen drei Tipps schreiben Sie Texte, die User gerne lesen

Ihre Webseite ist nur eine von vielen im Internet. Sie müssen sich also von allen anderen irgendwie abheben. Aber wie? Natürlich mit interessanten Themen und Inhalten und einem ansprechenden Bild. Aber das reicht noch nicht. Sie müssen Ihre Texte so gestalten, dass die User Spaß an ihnen haben. Damit ist selbstverständlich nicht gemeint, dass Ihre Artikel lustig sind. Aber Sie sollten so aufbereitet sein, dass das Lesen keine Mühe bereitet und der User geschmeidig zum Ende des Textes findet.

Sie glänzen im Vergleich zu vielen anderen Webseiten, wenn Sie a) interessante Headlines und Teaser formulieren, b) auf gute Sprache achten, und c) Ihre Texte übersichtlich strukturieren. Ich verrate Ihnen, wie Sie das am besten machen:

1. Verfassen Sie eine ansprechende Headline und einen interessanten Teaser

Headline und Teaser sind die Aushängeschilder für Ihren Text: Sie sind die ersten Textteile, die ein User wahrnimmt. Wahrscheinlich findet jemand Ihren Artikel auf der Startseite, in der Google-Suche oder über Social-Media-Kanäle. Headline und Teaser verraten, ob das Thema interessant genug ist, um jetzt noch weiterzulesen.

Wie Sie eine gute Headline schreiben, erkläre ich Ihnen unter anderem im Text „Sieben Tipps für bessere Online-Texte“. Wie Sie den Teaser anschaulich machen können, lesen Sie im Artikel „So ködern Sie Ihre User mit dem ersten Teaser-Satz“.

2. Schreiben Sie verständlich, einfach und konkret

Bessere Online-Texte Kiss-Formel

Denken Sie beim Formulieren an die KISS-Formel (Credit: Pixabay)


Ihr Text sollte so verständlich wie möglich geschrieben sein – idealerweise nach der „KISS“-Formel: „Keep it short and simple“ (Halte es kurz und einfach). Das heißt: möglichst einfache Sätze ohne Verschachtelungen und Klammern verwenden, Fremd- und Fachwörter sowie Abkürzungen vermeiden, Füllwörter aus den Texten streichen, keine Klischees, Floskeln, Allgemeinplätze oder schiefen Bilder benutzen.

Auch aktive Formulierungen machen Ihren Text lesbarer und dynamischer. Je konkreter Sie schreiben, desto anschaulicher und interessanter ist der Text für Leser. Gemeint ist, dass User genau wissen, worum es geht: um das Rotkehlchen? Oder den Vogel? Der erste Begriff ist konkret, der zweite schwammiger – er weckt keine Bilder im Kopf.

3. Strukturieren Sie Ihren Text gut

Damit die Online-Leser den Überblick behalten, sollten Sie den Text unbedingt sinnvoll gliedern. So können die User einen Artikel überfliegen und sich die Inhalte herauspicken, die sie interessieren. Sie können folgende Elemente nutzen:

  • Kurze Absätze. Faustregel: pro Absatz nur ein Gedanke.
  • Zwischenüberschriften etwa nach jedem zweiten Absatz.
  • Aufzählungszeichen: Schreiben Sie Anweisungen, Hinweise oder Reihenfolgen mit Aufzählungszeichen, statt sie im Fließtext unterzubringen.
  • Fettungen: Einzelne, besonders relevante Worte im Text können Sie fetten, damit sie auffälliger werden.
  • Links im Text: Wollen Sie auf einen anderen Inhalt auf Ihrer Seite verweisen, können Sie dies auch innerhalb des Textes kennzeichnen. Durch die Verlinkung fällt der Begriff den Lesern schnell ins Auge, und Links sind gut für die Suchmaschinenoptimierung.
  • Bilder: Mindestens ein Bild mit Bildunterschrift gehört zum Text.

Vielleicht kommen Ihnen ein paar der Faustregeln bekannt vor. Kein Wunder: Nicht alle sind online-spezifisch, das heißt, sie gelten auch beim Formulieren von Printtexten. Sie müssen sie aber beim Online-Texten ganz besonders beachten. Denn die User im Netz lesen viel flüchtiger, sie sind weniger aufnahmefähig und abgelenkter. Sobald es anstrengend wird, steigen sie aus.

Das verhindern Sie ganz einfach – indem Sie die drei Regeln oben in die Praxis umsetzen. Und vergessen Sie nicht: Schreiben ist ein Handwerk, das jeder lernen kann.



Mit sieben Tipps bessere Online-Texte schreiben

Was gehört in die Headline, wie klingt der Teaser ansprechend: Der Online-Text-Coach verrät Ihnen in sieben Tipps, wie Sie gute Online-Texte schreiben.

Stellen Sie sich einen Goldfisch vor. Haben Sie ein Bild von einem orangenen Tier in einem tristen Aquarium vor sich? Einsam schwimmt es seine Kreise.

Aber der Fisch hat Ihnen und mir etwas voraus – und Ihren Lesern. Denn er besitzt eine höhere Aufmerksamkeitsspanne als ein typischer Internetnutzer.

Neun Sekunden lang kann sich der Fisch konzentrieren, Ihre Leser am Bildschirm aber höchstens acht. Dann werden sie ungeduldig. Der Grund: Sie sind jederzeit auf dem Sprung, weil sie immer den Finger an der Maus oder auf dem Display haben. Schließlich warten ja noch unendlich viele weitere interessante Themen und Inhalte im Internet darauf, entdeckt und gelesen zu werden.

Die Online-Leser sind ungeduldig. Und sie sind abgelenkt – von blinkenden Anzeigen, von anderen sichtbaren Text-Häppchen in der Seitenleiste oder von aufpoppenden Benachrichtigungen, aber auch von ihrer Umgebung, wenn sie auf dem Smartphone lesen.

Vorsicht: anstrengende Online-Texte schrecken ab

Online-Texte schreiben sieben Tipps- genervte User

Nerven Sie Ihre Leser nicht mit Ihren Online-Texten. (Credit: Pixabay)

Das ist ein Problem für uns als Texter. Denn schließlich wollen wir die Aufmerksamkeit der Leser auf unseren Artikel lenken, der soll ja am besten von Anfang bis zum Ende gelesen werden. Das ist schon eine Herausforderung an jeden Texter. Da ist es gut zu wissen, wie die Leser ticken und wann ihre Aufmerksamkeitsspanne sinkt. Das tut sie, wenn ihnen das, was auf dem Bildschirm steht,

  • langweilig
  • kompliziert
  • anstrengend
  • überflüssig
  • oder nicht überschaubar erscheint.

Dann sind Ihre Leser schnell weg. Nur ein Klick bringt sie zum vermeintlich besseren Artikel. Was können wir also tun, um sie zu halten, um sie dazu zu bringen, unseren Text fertig zu lesen?

Die Lösung: gute Online-Texte schreiben

Eigentlich ist das ganz einfach. Sie müssen interessante Online-Texte schreiben. Solche, die so ansprechend sind, dass Ihr Leser sie auch wirklich lesen will. Oder zumindest überfliegen. Viele Nutzer scannen die Inhalte zunächst, meist gezielt auf der Suche nach relevanten Informationen.

  • Sie lesen weniger als 28 Prozent einer Webseite,
  • und entscheiden sich innerhalb von acht Sekunden für oder gegen eine Webseite – oder einen Text.

Als Autor erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nutzer dranbleibt, dass er überfliegt und sogar auch liest, wenn Ihr Artikel interessant ist.


Sie denken jetzt vielleicht: einen guten Text soll ich schreiben? Na klar, das, was ich zu sagen habe, ist inhaltlich doch spannend. Dann wird es auch gelesen. Aber ganz so einfach ist es leider nicht. Eben weil die Leser meist so wenig aufmerksam bei der Sache sind.

Akzeptieren Sie Ihre Leser so, wie sie sind

Aber das können Sie beeinflussen und ändern. Denn es gibt ein Erfolgsrezept: Wenden Sie es Schritt für Schritt an – dann werden Sie gute Online-Texte schreiben. Es kommt tatsächlich nur darauf an, wie Sie Ihre Inhalte verpacken und verkaufen. Ich meine damit nicht, dass Sie wie in der Werbung möglichst viel versprechen sollen – das Sie am Ende vielleicht gar nicht einhalten können. Denn das wäre sogar kontraproduktiv.

Sie müssen Ihren Lesern entgegenkommen. Sie müssen sie abholen. Sie können sie nicht zwingen, ausgerechnet Ihre Texte aufmerksam und weniger flüchtig zu lesen. Sie müssen akzeptieren, dass Leser es am Bildschirm möglichst einfach haben wollen. Das heißt nicht, dass sie nicht über die interessanten Aspekte des Themas nachdenken sollen und möchten.

Das tun sie gern, so lange sie sich beim Lesen selbst nicht anstrengen müssen. Und das steuern Sie.

Wie Sie Ihren Lesern auf die Nerven fallen

Denn wir können es unseren Usern auch schwer machen. Zum Beispiel, wenn

  • die Headline lang, komplex, unverständlich ist.
  • der Teaser aus langen Sätzen besteht.
  • sich der Text nicht überfliegen lässt, weil er ausschließlich aus Fließtext besteht.
  • wir die anschauliche Sprache vergessen haben.
  • es keinen Spaß macht, den Text zu lesen, weil er nicht gut formuliert ist.

Bessere Online-Texte schreiben: die sieben Tipps

Machen Sie es ab jetzt anders. Halten Sie sich an das Erfolgsrezept, mit dem Sie lernen, interessante Online-Texte schreiben. Es besteht aus sieben einfachen Zutaten. Wenn Sie die benutzen, schmeckt’s dem Leser viel besser – seine Motivation steigt, Ihre Texte zumindest zu überfliegen und im Anschluss auch zu lesen. Das setzt natürlich voraus, dass sie auch inhaltlich relevant sind, dass etwas Neues und Interessantes drinsteht. Aber davon gehen wir aus – sonst hätten wir das Thema nicht gewählt.

Nutzen Sie die folgenden sieben Tipps als Checkliste. Versuchen Sie, sie während des Schreibens zu berücksichtigen, und überprüfen Ihren Artikel am besten noch einmal, wenn er fertig ist. Lassen Sie ihn dazu am besten ein paar Stunden liegen und widmen sich anderen Dingen. Drucken Sie den Text dann aus und lesen Sie ihn mit Distanz. Sie befinden sich dann in der Position eines Lesers – und Ihnen fällt eher auf, wenn Sie eine Zutat vergessen haben. Würzen Sie dann einfach nach.

So schreiben Sie einen guten Text fürs Internet

1. Wecken Sie Interesse mit Headline und Teaser

Online-Texte schreiben sieben Tipps- Headlines und Teaser

Gute Headlines und Teaser sind entscheidend für den Erfolg Ihrer Online-Texte. (Credit: Pixabay)

Eine Headline besteht aus großen, fetten Buchstaben, sie steht oberhalb eines Textes oder Teasers und ist ein kurzer Textteil. Damit ist klar: Sie wird zuerst gelesen oder überflogen. Ist ja auch nachvollziehbar: Hier steht die relevante Information drin, das Neue, das Spannende. Der Leser möchte auf den allerersten Blick wissen, worum es im dazugehörigen Artikel eigentlich geht. Und ob es sich lohnt, überhaupt weiterzulesen. Das verrät die Headline.

Sie muss nicht lang sein – im Gegenteil. Sechs Worte reichen aus, um die Kernbotschaft zu vermitteln. Genau darum geht es: Die Überschrift soll wirklich nur eine einzige Botschaft transportieren, nicht mehrere. Sonst wird es kompliziert – und das schreckt die User ab. Die sechs Worte sind nur eine Faustregel, es darf in Ausnahmefällen auch mal länger sein. Schreiben Sie so konkret wie möglich, worum es geht. Kunstvolle Wortspielereien verschleiern den Inhalt. Es mag zwar sein, dass ein Leser den Textanfang überfliegt, um zu verstehen, worum es geht – aber er ist dann schon genervt, weil sie ihn mit dem Wortspiel gezwungen haben. Sagen Sie lieber klar, was Sie meinen.

Wenn Sie eine interessante Headline formuliert haben, vernachlässigen Sie den Teaser nicht. Die beiden Textteile sind die ersten, die der Leser wahrnimmt – er muss zuerst auf „weiter“ oder „mehr“ klicken, um den Rest des Artikels zu sehen. Sie sind die erste Hürde, die der Leser locker überspringen muss, um zum Text zu gelangen.

Schreiben Sie kurz, machen Sie dem Leser das Thema noch schmackhafter: Mit der Headline haben Sie ihn geködert, jetzt will er wissen, ob das Thema wirklich so interessant ist und er hier richtig ist. Wenn Ihre Sätze jetzt lang und kompliziert werden, steigt er wieder aus. Wie Sie das machen sollen? Indem Sie das Ziel nicht aus den Augen verlieren: gute Online-Texte schreiben. Wie - das erfahren Sie in den nächsten Tipps.

2. Schreiben Sie so, wie Sie’s beim Kaffee erzählen würden

Online-Texte schreiben sieben Tipps- Küchenzuruf

Wie würden Sie die Geschichte jemandem erzählen? (Credit: Christin Hume/Unsplash)

Was für die Headline und den Teaser gilt, können Sie auf den ganzen Text übertragen: Schreiben Sie klar und deutlich. Versuchen Sie nicht, möglichst komplexe Sätze zu drechseln. Anders gesagt: Vermeiden Sie Einschübe und Nebensätze, damit es möglichst hochtrabend klingt. Damit machen Sie’s den Lesern viel schwerer zu verstehen, worum es eigentlich geht. Viel besser ist es, möglichst einfach zu formulieren. Machen Sie im Zweifel mal einen Punkt und formulieren statt eines langen lieber zwei oder drei Sätze, wenn Sie Online-Text schreiben.

„Schreibe nur, wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben“, sagte einst Johann Wolfgang von Goethe. Den „Brief“ können Sie getrost mit dem „Online-Text“ ersetzen, dort gilt dasselbe. Denn idealerweise sind Ihre geschriebenen Sätze nicht weit weg von der gesprochenen Sprache.

Es macht Online-Texte viel verständlicher, wenn Sie Worte benutzen, die zum aktiven Wortschatz Ihres Lesers gehören. Das überprüfen Sie ganz einfach: Lesen Sie die Sätze in Ihrem Artikel laut vor. Überlegen Sie bei jeder Formulierung, ob Sie das jemandem so beim Kaffee in der Küche, also nebenbei, erzählen würden. Klingt es gestelzt oder kompliziert? Dann suchen Sie einen einfacheren, gängigeren Ausdruck.

Beispiel gefällig? Was fällt Ihnen am folgenden Satz auf? „Dank Smartphones rufen Sie Ihre Lieblingsmusik heute überall ab.“ Würden Sie das so sagen, wenn Sie über das Thema sprechen? Wahrscheinlich nicht. Viel konkreter und passender als „abrufen“ sind in Zusammenhang mit Musik Verben wie „hören“ oder „lauschen“. Suchen Sie also immer das passende Verb, am besten das anschaulichste. Und schreiben Sie hier besser: „Dank Smartphones hören Sie Ihre Lieblingsmusik überall.“

3. Verwenden Sie starke Verben, wenn Sie Online-Texte schreiben

Online-Texte schreiben sieben Tipps - Verben

Beim Wort "Vispern" haben Sie ein Bild vor Augen. (Credit: Pixabay)

Der Lehrer brüllt. Die Tante wispert. Der Politiker behauptet etwas.

Erzeugen diese drei Sätze Bilder in Ihrem Kopf? Sie sehen den Lehrer vor sich, wie er tobt (oder hören ihn sogar beinahe). Wie anders wäre es, stünde in dem Text: Der Lehrer sagt etwas laut. Oder er spricht laut.

Mit starken Verben verleihen Sie Ihrem Text Würze. Vorausgesetzt, sie passen zur Aussage – der Lehrer muss also wirklich brüllen. Vermeiden Sie Verben mit einer schwachen Aussage, so wie sagen oder mitteilen.

Ihre Leser sind dankbar, wenn Sie Verben benutzen. Denn bei diesen „Tu-Wörtern“ müssen Sie automatisch auch sagen, dass jemand etwas „tut“. Das macht den Text lebendiger, und Sie schreiben mit größerer Wahrscheinlichkeit aktiv und nicht passiv. In jedem Fall passiert in Ihren Sätzen etwas, Ihre Leser können sich vorstellen, wer handelt und was eigentlich geschieht.

Es ist viel informativer und anschaulicher, wenn Sie schreiben: „Das Umweltministerium lehnt Diesel-Kaufanreize ab“, als zum Beispiel: „Keine Diesel-Kaufanreize“, oder auch „Diesel-Kaufanreize abgelehnt“.

Während sie mehr Verben in Ihren Wortschatz einbauen, streichen Sie unbedingt etwas anderes: gestelzte Substantivierungen. Gemeint sind Wortkonstruktionen, bei denen aus einem Verb ein Hauptwort gebildet wird, manchmal auch aus einem Adjektiv.

So entstehen Begriffe, die man zwar liest, aber selten oder nie in der gesprochenen Sprache verwendet. Substantivierungen erkennt man oft an Endungen wie -ung, -keit oder -heit, aber es gibt auch andere. Zum Beispiel Inangriffnahme, Einsamkeit, Untersuchung, Beinhaltung. Wenn Sie diese Unworte wieder in Verben und Adjektive verwandeln, lesen sich Ihre Online-Texte viel leichter. Also besser in Angriff nehmen, untersuchen, einsam sein, beinhalten (oder noch besser: enthalten).

4. Schreiben Sie kurz und knapp

Online-Texte schreiben sieben Tipps - kurz und knapp

Kurz und knappe Online-Texte werden lieber gelesen. (Credit: Pixabay)

Denken Sie beim Schreiben an „KISS“. Gemeint sind weder die Hardrock-Band noch ein Kuss, den Sie jemandem geben sollen. Hinter dem Begriff steckt eine einprägsame Formel, die Sie auf alle Online-Texte übertragen können: Keep it short and simple. Oder auf Deutsch: Halten Sie’s kurz und einfach. Über das Einfache haben wir schon gesprochen, widmen wir uns nun dem Kurzen.

Verwenden Sie lieber kurze Wörter als lange, wenn Sie Online-Texte schreiben. Begriffe mit mehr als vier, fünf Silben sind schwer zu überfliegen und klingen kompliziert. Schreiben Sie in kurzen Sätzen, am besten vorwiegend in Hauptsätzen. Mehr als acht bis höchstens zwölf Wörter braucht ein Satz nicht. Damit Sie eine Vorstellung haben: Dieser eben hatte elf Wörter.

Manche Sätze sind zwar länger – aber wirken dennoch nicht überladen. Der Trick dabei: Die Dynamik entsteht durch Satzzeichen:

  • Doppelpunkt
  • Gedankenstrich.

Beide sorgen für eine Unterbrechung des Satzes und lockern ihn auf. Der Inhalt und die Botschaft sind einfacher zu verstehen – und damit verständlicher. Außerdem heben Sie damit die abgetrennten Teile des Satzes besonders hervor.

Machen Sie in lieber mehr Absätze als zu wenige, wenn Sie Online-Texte schreiben. Die kann Ihr Leser besser überfliegen, und das erscheint ihm viel weniger anstrengend.

5. Online-Texte: Schreiben Sie anschaulich und für die Leser

Online-Texte schreiben sieben Tipps - konkret und anschaulich

Anschauliche Online-Texte: Die Sonnenblume ist konkret, die Blume nicht. (Credit: Ryan Waxberg / Unsplash)

Wem muss eigentlich ein Köder schmecken? Dem Fisch oder dem Angler? Das ist doch klar, sagen Sie. Natürlich dem Fisch. Und Sie haben natürlich recht.
Aber warum sind dann viele Online-Texte kompliziert formuliert, schwer verständlich und bestehen aus langen Sätzen? Auch der Text muss nicht demjenigen „schmecken“, der ihn schreibt. Er ist allein für den Leser da.

Sehen wir uns ein Beispiel an. Was sagen Sie zu folgendem Satz: „Der Zeitplan der in den Pfingstferien laufenden Arbeiten für die Linie 2 verschiebt sich.“ Die Formulierungen stammen mit Sicherheit von einer Behörde. Die Redaktion hat sie ungeprüft in den Text übernommen. Wissen Sie nun, worum es in der Aussage geht? Nein? Nun, der Leser auch nicht. Tatsächlich sind der Satz und sein Inhalt sind viel zu abstrakt und zu wenig anschaulich.

Sie wollen, dass Ihre Online-Texte gelesen werden? Dann müssen Sie dem User klar sagen, was das Neue und Interessante ist und warum das Thema relevant für ihn ist. In diesem Fall wäre das ganz einfach: „Autofahrer müssen sich in den Pfingstferien auf Staus gefasst machen: Die Bauarbeiten an der Linie 2 dauern länger als geplant.“ Das ist es, was der Leser wissen will und muss – nicht aber, dass sich ein ihm unbekannter Zeitplan verschiebt.

Versuchen Sie also immer,

  • ein oder zwei konkrete Beispiele zu finden,
  • oder einzuordnen, was die Nachricht für die Leser bedeutet,
  • oder erklären Sie, was sich verändern wird.

Sagen Sie das so klar und deutlich wie möglich. Vermeiden Sie Phrasen und leere Worthülsen, und schreiben Sie nichts, was Sie selbst nicht verstehen. Das merkt der Leser, da wette ich mit Ihnen.

Zum anschaulichen Online-Texte-Schreiben gehört auch:

  • Benutzen Sie starke Verben mit viel Aussagekraft.
  • Suchen Sie immer das treffende Wort mit der genauesten Bedeutung – also Rotkehlchen statt Vogel, oder Sonnenblume statt Blume. So erzeugen Sie konkrete Bilder im Kopf des Lesers.

6. Strukturieren Sie Online-Texte gut

Online-Texte schreiben sieben Tipps - Textstruktur

Strukturieren Sie Ihre Online-Texte so, wie ein Maurer ein Haus baut. (Credit: Pixabay)

Stellen Sie sich mal vor, Apple würde seine iPhones einfach in braune Pappschachteln stecken. Das sähe nicht nur langweilig aus, sondern würde die potenziellen Käufer abschrecken. Sie erwarten nicht, dass sich hinter dieser Verpackung etwas Interessantes verbirgt. Es kommt also darauf an, wie etwas präsentiert wird – beim Verkaufen eines Smartphones ebenso wie bei Ihrem Online-Text.

Wenn der Leser die beiden Hürden Headline und Teaser hinter sich gelassen hat, befindet er sich nun im Text. Glückwunsch! Stoßen Sie ihn jetzt nicht ab. Halten Sie ihn bei Laune.

Denn egal, wie spannend Ihr Thema ist, wie gut der Text geschrieben ist – wenn er nicht ansprechend aussieht und gut strukturiert ist, haben Sie den Leser wieder verloren.

Nicht ansprechend ist ein Online-Text, der

  • nur aus Fließtext besteht, ohne jede Auflockerung,
  • keine Bilder enthält,
  • keine Zwischenüberschriften hat,
  • zu lange Absätze besitzt.

Das können Sie einfach ändern– indem Sie den Text gut strukturieren.

Machen Sie alle drei bis fünf Zeilen einen Absatz und schreiben Sie die Kernbotschaft jeweils an den Anfang. Vor jeden zweiten oder dritten Absatz setzen Sie eine Zwischenüberschrift. Diese weckt Interesse für das, was danach kommt. So haben Ihre Leser die Chance, den Text erst einmal zu überfliegen. Besser auf relevante Infos scannen lässt er sich auch, wenn Sie ab und zu ein Schlagwort fetten oder auf Zusatzinfos verlinken.

Lockern Sie den Text unbedingt mit Fotos oder Grafiken auf, die von einer Bildunterschrift ergänzt werden.

7. Vergessen Sie beim Online-Texte-Schreiben die Keywords nicht

Online-Texte schreiben sieben Tipps - Google-Optimierung

Haben Sie bei Ihrem Online-Text auf die Keywords geachtet?(Credit Pixabay)

Was ist der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken? Auf der zweiten Seite der Google-Ergebnisliste. Dieser Witz macht klar, warum Sie das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) nicht vernachlässigen sollten, wenn es um das Thema Online-Texte schreiben geht. Sie wollen mit Ihren Inhalten gefunden werden, wenn jemand nach einem Thema googlet.

Aber die wenigsten User nehmen sich die Zeit, auf die zweite Ergebnisseite zu schauen. Sie klicken die Artikel auf Seite 1 an.

Überlegen Sie deshalb immer, nach was ein potenzieller Leser suchen könnte, wenn er Ihren Text finden soll. Das, was er ins Suchfeld eingibt, ist das Keyword. Das muss nicht nur ein Wort sein, es kann auch aus einer Phrase bestehen, etwa „Ausflugs-Tipps München“.

Haben Sie einen Artikel geschrieben, in dem es um Ausflugs-Tipps für München geht? Wunderbar – dann verwenden Sie genau diese Keyword-Phrase an bestimmten Stellen im Text, zum Beispiel ganz oben:

  • Das Keyword gehört in die Headline.

Wenn Sie meinen ersten Tipp befolgt haben, heißt Ihre Headline wahrscheinlich längst: „Die besten Ausflugs-Tipps für München“. Das ist konkret und knapp – und weckt Interesse. Sie haben also eine vielversprechende Headline für den Leser formuliert, und gleichzeitig das Keyword untergebracht.

  • Das Keyword (oder Teile davon) sollte auch im Teaser auftauchen.

In unserem Beispiel könnte das zum Beispiel das Wort „Ausflüge“ sein.

  • Außerdem gehört das Keyword ab und zu in den Fließtext.

Dort werden Sie es automatisch sowieso mal nennen, schließlich geht es ja um Ausflüge und München.

  • Achten Sie nun noch darauf, ob in manchen Zwischenüberschriften, gefetteten Worten oder der Bildunterschrift auch das ganze oder Teile des Keywords stehen – aber bloß nicht in allen.

Entscheidend ist, dass der Text am Ende immer noch gut lesbar ist. Er soll nicht so klingen, als hätten Sie krampfhaft versucht, das Keyword so oft wie möglich zu nennen. Das mag Google nicht – und Ihre Leser auch nicht.

Die Checkliste mit allen sieben Tipps in Kurzform

Sind Sie noch da? Ausgezeichnet! Das zeigt, dass Sie Ihren Lesern wirklich gute Online-Texte präsentieren wollen. Wenn Sie die sieben Tipps auf dieser Seite beachten, ist das auch gar keine Kunst. Sie können sich nicht alle sieben Tipps merken? Dann laden Sie sich die Tipps hier als kurze Checkliste herunter.

Vergessen Sie bitte nicht: Schreiben ist ein Handwerk, das gilt auch, wenn Sie Online-Texte schreiben. Und das kann jeder erlernen, der das wirklich möchte – und ein kleines bisschen Sprachgefühl mitbringt.

Wenn Sie’s genauer wissen wollen, sich mehr Beispiele und Tricks wünschen, bleiben Sie dran: In meinen Video-Kursen und eBooks verrate ich Ihnen die wichtigsten Tricks und Kniffe, um interessante Überschriften und Teaser und generell Online-Texte zu schreiben.

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Zehn Tipps für gute Teaser

Was gehört unbedingt in einen guten Teaser, was macht ihn ansprechend und interessant? Mit ein paar Tricks und Faustregeln können die User gar nicht anders, als weiterlesen zu wollen.

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Clickbaiting-Teaser? Besser nicht

Teaser sollen User neugierig machen – aber Vorsicht: Sie dürfen als Texter dabei nicht in eine Falle tappen. Provozieren Sie nicht um jeden Preis einen Klickreiz, wie es Clickbaiting-Teaser tun.

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Wie ein guter Teaser aussehen soll

Zu lang, zu kurz, verschachtelte Sätze, zu viele Details, automatisch aus dem Textanfang generiert: Wer einen Teaser schreibt, kann in viele Fallen tappen. Aber wie macht man’s besser? Dieser Artikel verrät’s.

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