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Drei Tipps, um Texte für SEO interessanter zu machen

Wenn Sie wollen, dass Ihr Text bei Google gefunden wird, müssen Sie ihn für die Suchmaschine optimieren. Dass Sie dazu Keywords einsetzen müssen, wissen Sie. Aber das allein reicht nicht: Es gibt noch mehr entscheidende Tricks, um Ihre Artikel für SEO fit zu machen.

Interessante Headline, anschaulicher Teaser, lesenswerter Inhalt, leicht verständliche Formulierungen, gute Bilder: Als Online-Texter müssen Sie auf eine Menge Details achten, damit Ihr Artikel für den User ansprechend wird. Aber das reicht immer noch nicht: Denn es gibt ja noch die Suchmaschinenoptimierung, auch SEO genannt, kurz für Search Engine Optimization.

Das heißt: Sie sollten Ihre Texte so gestalten, dass Sie für Google optimiert sind – und idealerweise möglichst weit vorn in den Suchergebnissen auftauchen. Warum das wichtig ist, verrät ein SEO-Witz: „Was ist der beste Ort, um eine Leiche zu verstecken? – Auf Seite 2 bei Google.“  Das bedeutet: Wenn Ihr Text nicht auf der ersten Ergebnisseite von Google zu finden ist, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht gefunden.

Wie Sie einen Text optimieren

Aber wie optimieren Sie einen Text für Google? Sie wissen sicher, was Keywords sind: die Suchbegriffe, die jemand ins Google-Suchfeld eingibt und die an bestimmten Stellen im Text auftauchen sollten. Um diese geht es in diesem Artikel aber nicht.

Denn neben Keywords spielen bei SEO viele weitere Faktoren eine Rolle. Nicht alle können Sie als Texter so direkt beeinflussen wie die Keywords. Etwa: Ist Ihre Webseite mobil-optimiert? Wichtig ist zum Beispiel auch, wie lange die Verweildauer auf Ihrem Artikel ist, also wie lange die User ihn geöffnet haben. Oder wie viele Links zum Online-Text führen. 

Sie können zwar die User nicht zwingen, länger zu verweilen, ebenso wenig wie Sie andere Webseiten nötigen können, Ihren Text zu verlinken. Indirekt haben Sie auf diese Faktoren aber sehr wohl Einfluss.

Wie, das verrate ich Ihnen in den folgenden drei Tipps:

1. Qualität gewinnt: Schreiben Sie relevante Texte

Tastatur - relevante Texte für SEO

Ihr Text muss unbedingt gut lesbar sein, dann punktet er bei SEO (Credit: Pixabay)

Google verrät selbst, worauf es bei SEO vor allem ankommt: „Erstellen Sie Seiten in erster Linie für die Nutzer, nicht für Suchmaschinen“, heißt es in den Qualitätsrichtlinien für Webmaster. Sie sollten sich also beim Schreiben Ihrer Artikel immer an den Interessen Ihrer User orientieren. Was interessiert sie, was wollen sie lesen? 

Dazu gehört selbstverständlich auch alles, was Ihren Online-Text lesenswert macht: eine gute Headline, ein ansprechender Teaser und Vorspann, verständliche Sprache mit kurzen und nicht zu verschachtelten Sätzen.

Passende Begriffe aus dem Umfeld verwenden

Achten Sie beim Formulieren darauf, dass Ihr Text gut lesbar bleibt, und achten Sie nicht krampfhaft auf Google-Optimierung. Es ist gut, wenn im Artikel verwandte Begriffe vorkommen. Dann weiß Google, dass es sich um ein relevantes Thema handelt.

Aber das setzen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit schon während des Schreibens um, ohne an SEO zu denken. Ein Beispiel macht das deutlich: Wenn es in Ihrem Text um das Thema „Marmelade einkochen“ geht, ist es gut, wenn im Text auch Begriffe vorkommen, die dazu passen, also zum Beispiel Beeren, Erdbeeren, Zucker, Gläser oder Topf.

Ebenso ist es völlig in Ordnung, ab und zu Synonyme zu verwenden, denn mit Hilfe von semantischer Analyse erkennt Google, dass sie zum Umfeld gehören. Das wertet den Artikel aus SEO-Sicht wieder auf. Statt ständig „Angela Merkel“ zu schreiben, dürfen sie ruhig auch mal von der „Bundeskanzlerin“ sprechen.

Verzichten Sie auf nicht gebräuchliche Synonyme

Seien Sie nur vorsichtig mit krampfhaft gewählten oder nicht gebräuchlichen Synonymen, so wie den „Pedalrittern“ für „Fahrradfahrern“ oder „auf Schusters Rappen“ statt „wandern“. Vertrauen Sie auf Ihr Sprachgefühl: Ständige Abwechslung verwirrt die User, deshalb darf „Merkel“ mehrfach im Text vorkommen. Gib es allerdings gar keine Variation, ist das eintönig.

Wenn Ihr Artikel also inhaltlich und sprachlich relevant und gut lesbar ist, dann werden die User zudem länger verweilen – es lohnt sich ja für sie. Ebenso werden andere Seiten ihn mit größerer Wahrscheinlichkeit empfehlen – und Ihr Artikel wird ohne Aufforderung verlinkt.

2. User first: Finden Sie heraus, was Leser interessiert

Lupe - SEO - Finden Sie heraus, was User interessiert

Fragen Sie sich beim Schreiben, was Ihre User wissen wollen (Credit: Pixabay)

Stellen Sie sich vor, Sie schreiben einen Text zum Thema „Abnehmen“. Es geht darin um Diäten und gesundes Essen. Aber was könnten Ihre Leser noch zum Thema wissen wollen? Das weiß Google. Fragen Sie mal nach und tippen in das Suchfeld „abnehmen“. Währenddessen und noch bevor Sie mit „Enter“ bestätigen, erscheinen darunter automatisch Vorschläge: Nach was suchen User in diesem Zusammenhang noch?

Google schlägt zum Beispiel „Abnehmen leicht gemacht“, „Abnehmen mit Hypnose“ oder „Abnehmen ohne Sport“ vor. Das heißt, dass nach diesen Kombinationen besonders viele User suchen. Sie können sich davon inspirieren lassen: Warum nicht den Aspekt „Abnehmen mit Hypnose“ in ihren Text aufnehmen, wenn das Thema offensichtlich für viele Leser interessant ist?

Listenartige Artikel werden gern gelesen

Noch ein paar Ideen liefert Google Ihnen, wenn Sie das Wort ins Suchfeld eingeben und „Enter“ drücken. Scrollen Sie auf der ersten Ergebnisseite nach unten, dann sehen Sie „Ähnlich Suchanfragen“. In unserem Fall könnten das zum Beispiel folgende Begriffe sein: „Richtig abnehmen Plan“. Auch das könnten Sie zu einem Thema Ihres Textes machen.

Eine Möglichkeit ist, aus den Suchanfragen einen listenartigen Artikel zu kreieren: In einem Punkt gehen Sie auf „Abnehmen mit Hypnose“ ein, im nächsten auf „Abnehmen ohne Sport“.

So beantworten Sie gleichzeitig auch alle Fragen der User. Die Folge: Der Text wird interessanter.

Empathie ist alles: Stellen Sie sich vor, der User tippt den Suchbegriff in den Suchschlitz ein. Welche Fragen bewegen ihn in diesem Moment? Welche Antworten erhofft er sich? Benutzen Siet genau diese Fragen, um Ihren Content inhaltlich zu strukturieren.

3. Lohnt sich das? Verschaffen Sie Lesern mehr Überblick

Anker Auge Struktur für SEO

Die Leser suchen im Text nach Ankern (Credit: Pixabay)

Wir haben schon über relevante Texte gesprochen. Das bezieht sich aber nicht allein auf Inhalt und Sprache, sondern auch auf den Aufbau des Artikels. Typische Online-User überfliegen einen Text zunächst und versuchen, auf einen Blick zu erkennen, ob sich das Lesen lohnt. Sie suchen also nach Hinweisen darauf – und entsprechend nach Ankern für das Auge. Erkennen sie nicht umgehend, ob die Lektüre wichtige Fragen beantwortet, springen sie ab. Die Folge: Die Verweildauer sinkt.

Das passiert ganz schnell, wenn sich der Text erst gar nicht überfliegen lässt. Etwa, weil er nur aus Fließtext besteht und zu wenig Absätze und Zwischenüberschriften hat. Beide Elemente sind für einen Online-Text essentiell, denn sie strukturieren ihn und machen ihn überschaubar.

Absätze und Zwischenüberschriften schaffen Struktur

Setzen Sie also alle drei bis sechs Zeilen einen Absatz, vorausgesetzt, das passt inhaltlich, und fügen Sie alle zwei bis drei Absätze eine Zwischenüberschrift ein. Verlinken Sie innerhalb des Textes auf relevante andere Beiträge Ihrer Seite zum Thema, das belohnt Google mit Pluspunkten beim Ranking. Das sollten Sie konsequent bei jedem Artikel durchziehen.

Ideal ist es, wenn Sie auf Ihrer Seite wichtige, allumfassende Texte definieren, die Auskunft über die wichtigsten Fragen zum Thema geben. Andere Artikel, die sich am Rande mit diesem Thema befassen, verlinken dann darauf.

Mindestens ein gutes, großes Foto oder eine Grafik sind gute Hingucker und lockern den Text ebenfalls auf. Achten Sie darauf, dass das Keyword im Bildnamen und im Alt-Tag des Fotos steht. Auch Videos halten Besucher auf der Webseite und sind für viele leichter konsumierbar als reiner Text. Insgesamt wirkt ein strukturierter Text auf User deutlich weniger anstrengend.

Mit diesen drei Tipps schreiben Sie Texte, die User gerne lesen

Ihre Webseite ist nur eine von vielen im Internet. Sie müssen sich also von allen anderen irgendwie abheben. Aber wie? Natürlich mit interessanten Themen und Inhalten und einem ansprechenden Bild. Aber das reicht noch nicht. Sie müssen Ihre Texte so gestalten, dass die User Spaß an ihnen haben. Damit ist selbstverständlich nicht gemeint, dass Ihre Artikel lustig sind. Aber Sie sollten so aufbereitet sein, dass das Lesen keine Mühe bereitet und der User geschmeidig zum Ende des Textes findet.

Sie glänzen im Vergleich zu vielen anderen Webseiten, wenn Sie a) interessante Headlines und Teaser formulieren, b) auf gute Sprache achten, und c) Ihre Texte übersichtlich strukturieren. Ich verrate Ihnen, wie Sie das am besten machen:

1. Verfassen Sie eine ansprechende Headline und einen interessanten Teaser

Headline und Teaser sind die Aushängeschilder für Ihren Text: Sie sind die ersten Textteile, die ein User wahrnimmt. Wahrscheinlich findet jemand Ihren Artikel auf der Startseite, in der Google-Suche oder über Social-Media-Kanäle. Headline und Teaser verraten, ob das Thema interessant genug ist, um jetzt noch weiterzulesen.

Wie Sie eine gute Headline schreiben, erkläre ich Ihnen unter anderem im Text „Sieben Tipps für bessere Online-Texte“. Wie Sie den Teaser anschaulich machen können, lesen Sie im Artikel „So ködern Sie Ihre User mit dem ersten Teaser-Satz“.

2. Schreiben Sie verständlich, einfach und konkret

Bessere Online-Texte Kiss-Formel

Denken Sie beim Formulieren an die KISS-Formel (Credit: Pixabay)


Ihr Text sollte so verständlich wie möglich geschrieben sein – idealerweise nach der „KISS“-Formel: „Keep it short and simple“ (Halte es kurz und einfach). Das heißt: möglichst einfache Sätze ohne Verschachtelungen und Klammern verwenden, Fremd- und Fachwörter sowie Abkürzungen vermeiden, Füllwörter aus den Texten streichen, keine Klischees, Floskeln, Allgemeinplätze oder schiefen Bilder benutzen.

Auch aktive Formulierungen machen Ihren Text lesbarer und dynamischer. Je konkreter Sie schreiben, desto anschaulicher und interessanter ist der Text für Leser. Gemeint ist, dass User genau wissen, worum es geht: um das Rotkehlchen? Oder den Vogel? Der erste Begriff ist konkret, der zweite schwammiger – er weckt keine Bilder im Kopf.

3. Strukturieren Sie Ihren Text gut

Damit die Online-Leser den Überblick behalten, sollten Sie den Text unbedingt sinnvoll gliedern. So können die User einen Artikel überfliegen und sich die Inhalte herauspicken, die sie interessieren. Sie können folgende Elemente nutzen:

  • Kurze Absätze. Faustregel: pro Absatz nur ein Gedanke.
  • Zwischenüberschriften etwa nach jedem zweiten Absatz.
  • Aufzählungszeichen: Schreiben Sie Anweisungen, Hinweise oder Reihenfolgen mit Aufzählungszeichen, statt sie im Fließtext unterzubringen.
  • Fettungen: Einzelne, besonders relevante Worte im Text können Sie fetten, damit sie auffälliger werden.
  • Links im Text: Wollen Sie auf einen anderen Inhalt auf Ihrer Seite verweisen, können Sie dies auch innerhalb des Textes kennzeichnen. Durch die Verlinkung fällt der Begriff den Lesern schnell ins Auge, und Links sind gut für die Suchmaschinenoptimierung.
  • Bilder: Mindestens ein Bild mit Bildunterschrift gehört zum Text.

Vielleicht kommen Ihnen ein paar der Faustregeln bekannt vor. Kein Wunder: Nicht alle sind online-spezifisch, das heißt, sie gelten auch beim Formulieren von Printtexten. Sie müssen sie aber beim Online-Texten ganz besonders beachten. Denn die User im Netz lesen viel flüchtiger, sie sind weniger aufnahmefähig und abgelenkter. Sobald es anstrengend wird, steigen sie aus.

Das verhindern Sie ganz einfach – indem Sie die drei Regeln oben in die Praxis umsetzen. Und vergessen Sie nicht: Schreiben ist ein Handwerk, das jeder lernen kann.